25.07.2016

„Maritime Roadshow“ - Oberfranken holt die Küste nach Bamberg

V. l. n. r.: Anja-Maria Meister, Moderatorin; Georg Wörner, geschäftsführender Gesellschafter Kaiserdom-Privatbrauerei Bamberg; Joachim Herrmann, Bayerischer Staatsminister des Innern, für Bau und Verkehr; Joachim Zimmermann, Geschäftsführer Bayernhafen GmbH & Co. KG; Frank Horch, Senator für Wirtschaft, Verkehr und Innovation der Hansestadt Hamburg; Goran Susak, Niederlassungsleiter Kühne & Nagel Nürnberg. Foto: Gabriele Fölsche.

Oberfranken und die deutschen Seehäfen – diese Logistik-Achse trägt. Und das Gütervolumen auf dieser Achse wird im Import wie im Export kontinuierlich ansteigen. Nur folgerichtig trafen sich zur „Maritimen Roadshow 2016“ in Bamberg Politik und Wirtschaft, um die notwenigen Infrastruktur-Voraussetzungen für das steigende Güteraufkommen zu erörtern. Auf Einladung der IHK für Oberfranken und der IHK Nord diskutierten Joachim Herrmann, Bayerischer Staatsminister des Innern, für Bau und Verkehr, der Geschäftsführer der bayernhafen Gruppe Joachim Zimmermann und der Hamburger Senator für Wirtschaft, Verkehr und Innovation Frank Horch mit Wirtschaftsvertretern aus der Region. Quintessenz: Der Verkehrskorridor zwischen Oberfranken und den deutschen Seehäfen wird immer wichtiger.

Bamberg, 25. Juli 2016 – Mit einer der höchsten Industriedichten Europas und einer Exportquote von rund 50 Prozent ist der Wirtschaftsraum Oberfranken abhängig von schnellen, flexiblen Transportketten, im Import wie im Export. Die wachsende Bedeutung des Verkehrskorridors zu den deutschen Seehäfen verdeutlichen folgende Zahlen: Aus Oberfranken wurden 2010 über 5 Mrd. Euro des Handelsvolumens über die deutschen Seehäfen abgewickelt. Eine aktuelle Studie der IHK Nord rechnet mit einem Anstieg von über 240 % bis 2030 auf dann gut 12,1 Mrd. Euro.

Das ist der inhaltliche Rahmen für die hochkarätig besetzte „Maritime Roadshow 2016“, an der rund 90 Vertreter aus Wirtschaft, Politik und Verbänden teilnahmen. Hauptthema der Diskussion war: Welche Weichen sind aus Sicht der bayernhafen Gruppe und der exportorientierten oberfränkischen Wirtschaft zu stellen, um die Infrastruktur fit für die Anforderungen des steigenden Güterverkehrsaufkommens zu machen? Die Diskutanten waren sich einig, die Verkehrsinfrastruktur in Deutschland befinde sich zwar allgemein in einem guten Zustand, allerdings sei eine zügige Beseitigung von Engpässen geboten. Die Politik sehe sich hier selbst in der Pflicht zu handeln, betonten Bayerns Staatsminister Joachim Herrmann und Hamburgs Wirtschaftssenator Frank Horch.

Joachim Zimmermann hob die Rolle der Binnenhäfen in den logistischen Ketten hervor: „Ein wesentliches Ziel für bayernhafen ist die Verkehrsverlagerung beim Gütertransport auf langen Strecken. Die Basis dafür sind gut angebundene Hafen-Standorte, die eine intelligente Verknüpfung der drei Verkehrsträger in der Transportkette ermöglichen. Deshalb unterstützen wir alle Maßnahmen, die darauf zielen, die Schienen- und Wasserstraßen-Infrastruktur zu ertüchtigen: beispielsweise die Elektrifizierung der Bahnstrecke Regensburg-Hof, den Ausbau der Donau in Niederbayern und die weitere Mainvertiefung. Um Oberfranken noch besser an die deutschen Seehäfen anzubinden, sollte die Schienen- und Wasserstraßen-Infrastruktur weiter gestärkt werden.“

In den Transportketten Richtung Norden hat der bayernhafen Bamberg eine Schlüsselfunktion als Güterdrehscheibe für die Region Oberfranken – wie auch die anderen trimodal angebundenen Hafen-Standorte der bayernhafen Gruppe in Aschaffenburg, Nürnberg, Regensburg und Passau. Im Hafen werden die Verkehrsträger Binnenschiff, Bahn und LKW zu effizienten Transportketten verknüpft. Über das baymodal Terminal für den Kombinierten Verkehr ist der bayernhafen Bamberg an fünf Tagen pro Woche per Shuttlezug zu den Nordseehäfen Bremerhaven und Hamburg verbunden. Von 2011 bis 2015 erhöhte sich der Containerumschlag im KV-Terminal Verkehr im bayernhafen Bamberg um über 45 % auf 22.233 Standard-Containereinheiten.

„Wir setzen auf eine enge Zusammenarbeit zwischen See- und Binnenhäfen. Beispielsweise haben wir im Jahr 2012 in Kooperation mit dem Hafen Hamburg das Gemeinschaftsprojekt „Hafen Hamburg 62+“ gestartet. Ziel ist auch hier, noch mehr Volumen von der Straße auf Schiene und Wasserstraße zu verlagern – konkret den Bahnanteil im Container-Hinterlandverkehr von Hamburg nach Bayern von den (damals) 62 % auf bis zu 65 % zu steigern. Die Maßnahmen greifen und tragen dazu bei, die Schiene entlang der Transportkette weiter zu stärken“, erklärte Zimmermann.

Einen ausführlichen Bericht zur „Maritimen Roadshow“ können Sie auch in der Pressemittelung der IHK für Oberfranken Bayreuth nachlesen: https://www.bayreuth.ihk.de/Pressebereich_app_510-106761__dId_129419_.htm

 

 

 

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